Samariterbund: Inflation und Knappheit machen Gebrauchtes wieder besonders begehrt

Die Leute rechnen immer mehr und aufgrund der gestiegenen Preise setzen immer mehr Menschen auf Sparen und auf Nachhaltigkeit. In jedem Haushalt verstauben zahlreiche Waren im Schrank und Keller. Doch spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, für diese Dinge neue Besitzer zu finden. Egal ob es um ein neues Auto, einen neuen Laptop oder ein neues Outfit geht: Einkaufen macht heute oft keinen Spaß mehr. Denn steigende Preise und Lieferengpässe machen den Einkaufsbummel zur Herausforderung für Nerven und vor allem für die Geldbörse. Wir leben nach wie vor in einer Wegwerfgesellschaft: Der Samariterbund hat diesbezüglich einige nachhaltige Tipps und Infos für Euch:

„Jährlich am 18.03. = der Weltrecyclingtag (Global Recycling Day), ein internationaler Aktionstag. Ziel des Tages ist es die Bedeutung des Recyclings für die Umwelt und für die globale Wirtschaft ins Bewusstsein der Menschen zu rücken“

Das Regal voller Bücher – in den Kästen liegt lange nicht mehr getragenes Gewand, aber nach wie vor schick und in guter Qualität. Und im Keller stapeln sich Kisten mit DVDs, CDs und sonstigen Krimskrams – ob das vielleicht noch jemand braucht? Wegschmeißen kommt nicht in Frage, der Umwelt zuliebe und für den Mistkübel ist noch viel Nostalgie im Spiel. Doch vielleicht gibt es ja für das ein oder andere Kleid noch ein paar Euro. Doch selten gab es so viele Möglichkeiten wie heute, Gebrauchtwaren loszuwerden – vor allem im Internet. Es gibt fast nichts, für das es nicht auch einen Wiederverkaufsmarkt gibt.

Die Menschen wünschen sich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Es schämt sich niemand mehr dafür – egal wie dick Die Geldbörse ist – Second Hand einzukaufen. Gleich drei Entwicklungen geben dem Secondhand-Handel derzeit Rückenwind: Preissteigerungen, Lieferschwierigkeiten und der Wunsch, nachhaltiger zu leben. Ich umgehe so die durch die weltweiten Logistikprobleme verursachten Lieferengpässe, denn die Produkte sind ja sofort verfügbar. Und ich handle nachhaltig, denn die Weiternutzung ist viel umweltschonender als der Kauf von Neuware

Trend Second Hand

Seit den 90er Jahren wird Second-Hand unter dem Begriff „Vintage“ immer erfolgreicher – allerdings unter eher eigennützigen Motiven. Es gibt ein großes Spektrum an jungen Menschen, die keine Lust haben, alle gleich auszusehen. Das Überangebot gerade an Kleidung ist weiterhin enorm. Es wird vor allem zu viel schlechte Neuware produziert. Ein billig produziertes T-Shirt für den Weiterverkauf aufzubereiten, ist schlicht zu teuer. Es könne höchstens ein Bewusstsein geschaffen werden, das auch bei den großen Herstellern zum Umdenken führe.

Ein wenig neuwertiger Luxus darf dann doch sein

Logischerweise sind gerade hochwertige, gut verarbeitete Produkte besonders langlebig und lassen sich immer wieder weitergeben. So kann man sich gebraucht oft Qualität leisten, die neu für viele zu teuer ist. Designerkleidung, Massivholzmöbel, Marken-Fahrräder oder gebundene Bücher zum Beispiel bekommt man häufig Second Hand in einwandfreiem Zustand – zu einem Bruchteil des Neupreises. Online findet man auf Gebraucht-Kauf-Portalen vom gebrauchten Rasierer bis hin zum Luxus-Wohnmobil so ziemlich jedes Produkt, was man sich vorstellen kann. Und kann sie dann selbst wieder verkaufen oder verschenken, wenn man sie nicht mehr braucht.

Aus zweiter Hand kaufen schont Ressourcen und Klima

Es ist eigentlich ganz einfach: Je länger die Dinge genutzt werden, desto weniger wird weggeworfen und neu gekauft und desto weniger wachsen die Müllberge. Jedes Produkt verbraucht zur Herstellung Ressourcen: Energie, Wasser und Rohstoffe. Viele Ressourcen aber sind knapp oder nur unter großem Risiko nutzbar: Die Förderung von Erdöl zur Herstellung von Kunst- und Treibstoffen richtet beispielsweise weltweit Umweltschäden an. Der Abbau von Bodenschätzen wie Coltan oder Gold für die Produktion von Elektronik zerstört ganze Landschaften und finanziert bewaffnete Konflikte u.v.m. Durch bewusste Konsumentscheidungen können wir unseren Beitrag zu diesen Problemen reduzieren.

SamLa – Waren von Menschen für Menschen

Nachhaltigkeit ist uns Wichtig! Unsere SamariterLäden (SamLa) und Sozialmärkte suchen und bieten als engagiertes Sozialprojekt Waren des täglichen Bedarfs. Bei uns können sie Sachspenden abgeben bzw. in unserem vielfältigen Sortiment Produkte zu sozial verträglichen Preisen finden. Damit soll einerseits ein Weg von einer schnelllebigen Wegwerfgesellschaft hin zur aktiven Wiederverwendung (Upcycling) gebrauchsfähiger Güter eingeschlagen werden. Der Reinerlös aus dem Verkauf fließt wieder direkt in soziale Projekte. So wird z.B. die „Stiftung fürs Leben“ unterstützt, um dafür zu sorgen, dass die medizinische Versorgung von Kindern keine Frage des Geldes ist.

Samariterbund-Tipp: „Ist das neu?“ – „Nein, Second Hand“

Wer gebraucht kauft und seinem Umfeld davon erzählt, kann vielleicht die eine oder andere Person dazu anregen, selbst weniger neu und mehr gebraucht zu kaufen und das eigene Konsumverhalten zu überdenken. Flohmärkte sind oft eine großartige Gelegenheit, Schnäppchen zu machen und ungewöhnliche oder gar antike Stücke zu erstehen. Oft organisieren die örtliche Rettungsorganisation, Feuerwehr oder andere Vereine solche Veranstaltungen. In Zeitungen findet man auch weitere Gelegenheiten zum Gebraucht-Kauf. Und zwar sowohl in den Kleinanzeigen (online und offline) als auch in Ankündigungen für Garagenflohmärkte, Haushaltsauflösungen oder Versteigerungen.

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Bild: pixabay – Danke